Initiative "Menden solidarisch - Bündnisstadt sichere Häfen"


5. April 2020

Hallo liebe Mendener,

 

ja, Sie sind richtig hier - auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Ich, Klaus Gerling, nutze meine Praxis-Webseite um Ihnen ganz schnell und ganz kurzfristig Infos zur Initiative "Menden solidarisch - Bündnisstadt sichere Häfen" zu Verfügung zu stellen. Denn die Probleme auf den greichischen Inseln dulden keinerlei Aufschub und die Menschen benötigen dringend Hilfe, unsere Hilfe, die Hilfe von Städten in Deutschland, die diese Möglichkeiten fix und fertig vorrätig haben. Die Hilfe ist in diesen Corona-Zeiten wichtiger denn je. Wir möchten gerne einen Bürgerantrag an den Bürgermeister der Stadt Menden richten, mit dem Ziel, dass auch die Stadt Menden dem Städtebündnis sichere Häfen beitritt. Nach Angaben der Heinrich-Böll-Stiftung haben dies bereits ca. 140 Kommunen gemacht. Menden sollte solidarisch dabei sein.

 

Um dem Bürgerantrag möglichst viel Gewicht zu verleihen, ist es wichtig zu zeigen, dass viele Mendener Bürgerinnen und Bürger die Initiative unterstützen. Auf das physische Sammlen von Unterschriften möchten wir derzeit allerdings verzichten und nutzen daher dieses Online-Verfahren. 


Diesen Antrag haben wir am 27.04.2020 gestellt:

Bürgerantrag

 

Menden schließt sich als solidarische Stadt dem Städtebündnis  "Sichere Häfen“ an und erklärt sich damit bereit, Schutzsuchende zusätzlich zu den Zuweisungen aufzunehmen. Der Bürgermeister wird diese Bereitschaft der Bundesregierung mitteilen und anbieten. 

 

Begründung

 

Menden ist eine solidarische Stadt. Besonders bei Unglücksfällen oder in Krisenzeiten zeigen die Bürgerinnen und Bürger stets eine große Hilfsbereitschaft füreinander innerhalb unserer Stadt - und darüberhinaus auch für Menschen, die an anderen Orten in Not sind. 

 

Angesichts der dramatischen Lage für Flüchtlinge an der griechisch-türkischen Grenze und der humanitären Katastrophe in den sogenannten Hotspots auf den griechischen Inseln ist es humanitäre Pflicht, unbegleiteten Minderjährigen unter 14 Jahren sofort zu helfen. Sie leben dort unter nicht hinnehmbaren Zuständen,

werden zu einem Dasein in Schmutz, Trostlosigkeit und Gewalt gezwungen. Die täglichen Folgen sind schwerste Traumata und psychische Verletzungen.

 

Allein 5.000 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge müssen umgehend in Sicherheit gebracht werden. Dazu kommen viele weitere Gruppen – Familien, Alte, alleinstehende Frauen, Kranke und Traumatisierte – die in akuter Gefahr sind. 

 

140 deutsche Städte des Bündnisses „Städte Sicherer Hafen“ haben sich bereit erklärt, Schutzsuchende zusätzlich zu den Zuweisungen bei sich aufzunehmen.

 

Der Flüchtlingsrat NRW führt dazu aus:

"In Griechenland ist die Situation für Schutzsuchende dramatisch. Tausende harren hilflos in unmenschlichen Zuständen in den Lagern auf den griechischen Inseln aus. Die Kampagne #LeaveNoOneBehind fordert angesichts der gesundheitlichen Bedrohung durch den Corona-Virus die sofortige Evakuierung der Menschen aus den griechischen Lagern. Die Seebrücke machte anlässlich des Kampagnenstarts am 18.03.2020 darauf aufmerksam, dass es genug „Sichere Häfen“ gebe, wo diese Menschen ein neues Zuhause finden könnten. Wer jetzt nicht handele, mache sich mitschuldig." 



So könnte es weiter gehen

Wenn die Stadt Menden ihre Solidarität mit den Schutzbedürftigen erklärt und beschließt, dem Städtebündnis beizutreten, kann ein aktuelle Bestandsaufnahme der Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten Klarheit darüber bringen, wie viele Menschen in der Stadt aufgenommen werden können, ohne dass es zu zusätzlichen Gefährdungen in Sachen COVID19 kommt. Diese Zahl ist dann dem Städtebündnis (oder der sonstigen koordinierenden Stelle) mitzuteilen, sie kann fortlaufend angepasst werden, falls dies nötig sein sollte.